Mainzer Wissenschaftler finden große Vielfalt von Pilzarten in der Luft
Mainz, 13. Juli 2009 - Die Menge und Artenvielfalt an Pilzsporen in der Luft ist wesentlich höher als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie und des Geocycles-Programms der Universität in Mainz festgestellt. Mittels DNA-Analyse identifizierten sie mehrere 100 Pilzarten in der Luft. In jedem Kubikmeter Luft schweben zwischen 1.000 und 10.000 Pilzsporen. Diese erste systematische Studie über Pilz-Erbgut in der Luft zeigt, das der Anteil der Pilze, die Allergien auslösen, Pflanzen schädigen und Krankheiten erregen können, größer ist als bisherige Untersuchungen annehmen ließen. Die neue Methode birgt große Möglichkeiten für die Charakterisierung von luftgetragenen biologischen Schwebteilchen. Diese sind nicht nur relevant in der Landwirtschaft, beispielsweise für die Überwachung von genmodifizierten Pflanzen, sondern auch für die Medizin und die Klimawissenschaften.
Aktueller Bericht in der Zeitschrift „Nature“ von Physikern der Universität Bremen mit ihren Kooperationspartnern aus Dortmund und Würzburg
Bremen 9.7.2009 - Wissenschaftler der Universität Bremen haben an einem richtungsweisenden Schritt in der Grundlagenforschung der Optoelektronik mitgearbeitet. Wie die renommierte Zeitschrift „Nature“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, ist es Prof. Dr. Frank Jahnke und seinen Mitarbeitern des Instituts für Theoretische Physik gelungen, in Mikrolasern neue Eigenschaften des Lichts vorherzusagen, die in Zusammenarbeit mit Experimentalphysikern der Technischen Universität Dortmund beobachtet werden konnten. Die Mikrolaser wurden in der Universität Würzburg sowie im Institut für Festkörperphysik der Universität Bremen hergestellt.
BMBF fördert Projekt unter Federführung der RUB
Lichtgetriebene Wasserstoffproduktion mit "lebendem" Katalysator
Bochum 9.7.2009 - Mit einer Gesamtsumme von 4,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das deutschlandweit größte Verbundprojekt zur Biowasserstoffproduktion: Unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Rögner (Biochemie der Pflanzen, Fakultät für Biologie und Biotechnologie der RUB) arbeiten acht international ausgewiesene Arbeitsgruppen fachübergreifend an der Entwicklung einer biologischen "Designzelle", die mit Hilfe von Solarenergie Wasserstoff aus Wasser erzeugt. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Beteiligt sind Biochemiker und Chemiker, Biophysiker und Physikochemiker, Mikrobiologen und Verfahrenstechniker aus Bochum, Berlin, Bielefeld, Köln und Mülheim. Allein die beteiligten Lehrstühle der RUB erhalten 2,2 Millionen Euro.
Kristina Djinovic-Carugo erhält "Laura Bassi Center of Expertise" zur Entwicklung neuer Herstellungs- und Kristallisationsverfahren von Proteinen
Wien 9.7.2009 - Kristina Djinovic-Carugo, Leiterin des Departments für Strukturbiologie und Computational Biology am Zentrum für Molekulare Biologie an der Universität Wien (Max F. Perutz Laboratories) ist eine der acht Frauen, die ein "Laura Bassi Center of Expertise" erhält. Mit dieser Initiative fördert das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend herausragende Forscherinnen. Djinovic-Carugo und ihre ProjektpartnerInnen konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Methoden, um Proteine in derart hoher Qualität herzustellen wie sie für Struktur- und Funktionsanalysen bei der Erforschung von Krankheiten und deren Therapien notwendig sind.
Fortschritt in der Schlaganfalltherapie
Duisburg/Essen 8.7.09 - Wer einen Schlaganfall erleidet, braucht schnelle Hilfe. Das große Potenzial von Stammzellen könnte nun zu einer Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten beitragen. Neurologen am Universitäts-klinikum der Universität Duisburg-Essen (UDE) stellten in einer Kooperation mit dem Ospedale San Raphaele (Mailand) fest, dass eine zellbasierte Therapie auch noch 72 Stunden nach dem Ereignis wirksam ist. Die Wissenschaftler veröffentlichen dazu experimentelle Daten in der renommierten Zeitschrift Brain.
Bonner Sonderforschungsbereich geht in die dritte Runde
Bonn 8.7.2009 - Die Chemiker der Universität Bonn können sich über Fördergelder aus dem Säckel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) freuen: Für ihren Sonderforschungsbereich 624 erhalten sie in den kommenden vier Jahren 7,1 Millionen Euro. Im SFB 624 geht es um die so genannten Template - das sind Nano-Schablonen, mit denen sich in sehr effizienter Weise Moleküle synthetisieren lassen. Es ist bereits das zweite Mal, dass die DFG ihre Förderung für den SFB 624 verlängert.
Neue Methode macht Hoffnung auf eine bessere Behandlung von Infarkten
Bonn/Münster 8.07.2009 - Mediziner der Universitäten Bonn und Münster sowie der Sporthochschule Köln haben eine neue Methode vorgestellt, um Stammzellen ins geschädigte Herz zu dirigieren. Ihre Studie lässt mittelfristig auf eine bessere Behandlung von Infarkten hoffen. Die Ergebnisse sind jetzt im Journal of Molecular and Cellular Cardiology erschienen (doi: 10.1016/j.yjmcc.2009.06.008).
Kompetenzzentrum Bibliometrie hilft, die Leistung von Wissenschaftlern zu bewerten, und wird vom BMBF mit sechs Millionen Euro gefördert
Berlin 07.07.2009 - Wann ist eine Wissenschaftlerin eine gute Wissenschaftlerin? Wenn sie viel publiziert, wenn sie oft zitiert wird? Immer häufiger wird auf sogenannte bibliometrische Kennzahlen zurückgegriffen, um derartige Fragen zu beantworten. Dabei ist durchaus strittig, welche Verfahren und Kennzahlen geeignet sind, um die Leistung eines Wissenschaftlers oder eines Forschungszentrums zu bewerten. Wie ist beispielweise die Publikationsliste einer Physikerin mit der eines Historikers zu vergleichen? Kann die Qualität der Publikation, in der zitiert wurde, in die Bewertung einfließen? Das neu gegründete virtuelle Kompetenzzentrum Bibliometrie wird derartige Fragen beantworten. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Projekt mit sechs Millionen Euro gefördert.
Bonner Forscher machen im Brachsenkraut unerwartete Entdeckungen
Bonn 7.7.2009 - Botaniker der Universitäten Bonn und Bielefeld sind bei genetischen Analysen des Brachsenkrauts auf einige Absonderlichkeiten gestoßen. Die Forscher haben das Erbgut der so genannten Mitochondrien unter die Lupe genommen - das sind gewissermaßen die Kraftwerke der Zelle. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass die Erbanlagen mehr als 1.500 Fehler enthalten, die die Pflanze vor Umsetzen der Information korrigieren muss. Dazu steht ihr wahrscheinlich ein kompletter Werkzeugkasten mit vielen hundert Korrektur-Enzymen zur Verfügung. Möglicherweise gibt es sogar für jeden Fehler ein eigenes Werkzeug.
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