Wissenschaftler identifizieren beteiligte Gen-Variante
Köln 30.8.2010 - Wissenschaftler der Universität zu Köln / Uniklinik Köln haben im Rahmen einer internationalen Kooperation gemeinsam mit Forschern u. a. des Wellcome Trust Sanger Institute, der Schmerzklinik Kiel, der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Leiden University Medical Center einen ersten genetischen Risikofaktor identifiziert, der mit der Migräne mit und ohne Aura in Zusammenhang steht. Sie ermöglichen damit neue Einblicke in die Ursachen dieser häufigen Formen der Migräne. In der Studie wurde das Genmaterial von mehr als 50.000 Menschen untersucht. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass das Forschungsergebnis den Weg für neue Therapien ebnet. Finanziell wurden die Kölner Wissenschaftler dabei im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN-plus) und durch das Zentrum für Molekulare Medizin Köln unterstützt.
Einladung für eine internationale Tagung zur molekularbiologischen Charakterisierung von Mikroben
30.08.2010 - Die detaillierte molekularbiologische Charakterisierung von Infektionserregern hat einen hohen Stellenwert. "Sie wird gebraucht, um die Entstehung und Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu überwachen, Ausbruchsgeschehen und Infektionsketten aufzuklären, die krankmachenden Faktoren der Erreger zu verstehen, Schnelltests zu entwickeln oder Impfprogramme zu überprüfen" sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI). "Die Erkenntnisse können in Empfehlungen für gezielte Resistenztests und einen rationellen Einsatz von Antibiotika einfließen", unterstreicht Jörg Hacker, Präsident der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften. Das RKI führt gemeinsam mit der Leopoldina von 1. bis 4. September 2010 dazu eine Tagung durch.
Mainzer Wissenschaftler veröffentlichen neue Erkenntnisse in der Asthma-Forschung
Mainz 18.8.2010 - Wissenschaftlern der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist ein weiterer Schritt zu einem besseren Verständnis der Entstehung von Asthma gelungen. Für die Entwicklung von T-Helfer-9-Lymphozyten (Th9-Zellen), die nach diesen neuen Erkenntnissen eine wesentliche Rolle bei der chronischen, entzündlichen Erkrankung der Atemwege einnehmen können, ist das Gen-regulierende Molekül „IRF4“ mit entscheidend. Dies hat die Arbeitsgruppe um Dr. Tobias Bopp und Prof. Dr. Edgar Schmitt vom Institut für Immunologie jetzt in einer Arbeit erstmals nachgewiesen, die das international renommierte Wissenschaftsjournal „Immunity“ jüngst veröffentlicht hat.
Vom angeborenen Schutz vieler Menschen lernen
Hamburg, 15. August 2010 - Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) haben zusammen mit afrikanischen und britischen Kollegen erstmals durch systematische Suche einen kleinen Bereich im menschlichen Genom entdeckt, in dem sich Menschen mit Tuberkulose eindeutig von nicht Erkrankten unterscheiden.
Is this the end of antibiotics?
11.8.2010 - A new gene (New Delhi metallo-ß-lactamase [NDM] 1) that enables bacteria to be highly resistant to almost all antibiotics is widespread in Enterobacteriaceae taken from patients in India and Pakistan, and has also been found in UK patients who travelled to India for elective surgery, according to an Article published Online First and in the September edition of The Lancet Infectious Diseases. The rapid emergence of these multi-drug resistant NDM-1 producing bacteria and their potential worldwide spread could herald a period in which antibiotics become redundant and demands very close international monitoring and surveillance.
Schmerzprofil lässt auf passgenaue Therapie hoffen
Bochumer Forscher berichten in PAIN und in RUBIN
Bochum 27.7.2010 - Ständiges Brennen oder Kribbeln, Taubheit und einschießende Schmerzattacken sind häufige Symptome für Schmerzen, die durch Defekte an Nervenfasern entstehen. Ursache solcher sog. neuropathischen Schmerzen sind zum Beispiel Verletzungen, Diabetes, Gürtelrose oder Schlaganfälle. Rund 500.000 Menschen in Deutschland sind betroffen; nur jedem Dritten kann bislang ausreichend geholfen werden. Damit die Behandlung kein Glücksspiel bleibt, haben Forscher im deutschlandweiten Verbund eine neue Art der Diagnostik entwickelt. Sie hilft, den Mechanismen des Schmerzes auf die Schliche zu kommen und lässt so auf passgenaue Therapien hoffen. Mediziner der Ruhr-Universität Bochum pflegen eine bundesweite Datenbank, die die Klassifizierung des Schmerzes erlaubt. Sie berichten im Journal PAIN und in RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität.
1 anonymous user and 0 registered users online.
You are an unregistered user or have not logged in.