Vorentscheidung im März 2011
DFG-Präsident Kleiner:„Großes Interesse, harter Wettbewerb“
3.9.2010 - Der nächste Schritt in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ist getan: Die Hochschulen in Deutschland haben ihre Bewerbungen für neue Projekte und Einrichtungen in der zweiten Phase des Wettbewerbs zur Förderung der Spitzenforschung eingereicht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erhielt bis zum Ende der Einreichungsfrist am 1. September insgesamt 227 Antragsskizzen. Davon sind 98 Skizzen für Graduiertenschulen, 107 für Exzellenzcluster und 22 für universitäre Zukunftskonzepte. Die Neubewerbungen wurden von insgesamt 65 Hochschulen aus dem ganzen Bundesgebiet eingereicht. Dabei sind die großen Wissenschaftsgebiete der Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften etwa gleich stark vertreten.
Simulationen helfen protonierte Wassercluster zu vermessen
Bochumer und Münchner Forscher berichten in Angewandte Chemie
Bochum 24.8.2010 - Wassercluster bezeichnen Wassermoleküle, die sich kurzfristig zu größeren Molekülverbänden zusammenschließen. Diese Wassercluster können weitere positiv geladene Protonen aufnehmen und kommen in dieser Form auch etwa als funktionelle Gruppen in Proteinen vor. Mit Hilfe der Infrarotsprektroskopie lassen sich Bindungsstärke, die molekulare Geometrie und andere Eigenschaften protonierter Wassercluster bestimmen. Für die Messung der Schwingungsspektren sind Botenmoleküle nötig. Ein Forscherteam um den LMU-Physiker Dr. Gerald Mathias und Professor Dominik Marx von der Ruhr-Universität Bochum, konnte nun erstmals nachweisen, wie diese Strukturen die Zuweisung der spektralen Banden bei der Infrarotspektroskopie beeinflussen. "Unsere Ergebnisse könnten dazu beitragen, solche Messungen besser zu verstehen", sagt Mathias. "Das ist wichtig, um beispielsweise die Funktion protonierter Wassercluster in Proteinen zu entschlüsseln. Weil Wassermoleküle praktisch überall vorkommen, könnten die verbesserten Messungen etwa auch bei chemischen Analysen der Erdatmosphäre oder in der Astrochemie zum Einsatz kommen."(Angewandte Chemie online, 23.8.2010)
Die Geheimnis-Knacker
13.8.2010 - Durch eine Veröffentlichung in der anerkannten Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" erhielt eine Gruppe von Wissenschaftlern unter anderem an der Universität Duisburg-Essen (UDE) nun internationale Aufmerksamkeit für eines ihrer Forschungsprojekte. Das Team um den Strukturchemiker Prof. Dr. Roland Boese kam einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur: der Struktur von Ribose.
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