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MAO:
Monoaminooxidasen, Klasse von Enzymen, die die Amino-Gruppen gegen Sauerstoff austauschen. Abbau von Aminosäuren bzw. Catecholaminen.
Marker:
auch Standard. Zum Vergleich von elektrophoretisch aufgetrennten Proteinen oder Nukleinsäuren wird häufig ein Gemisch von Proteinen bzw. Nukleinsäuren bekannter Größe mit aufgetragen, um so die Größe von unbekannten Proteinen bzw. Nukleinsäuren abschätzen zu können.
maternal:
mütterlicher Erbgang. Bei Säugetieren (inklusive Mensch) werden hierzu meist die DNA-Moleküle der Mitochondrien, die nur von der Mutter vererbt werden, auf signifikante Unterschiede (Basenaustausch) untersucht. S.a. paternaler Erbgang.
MCS:
Abkürzung für multiple cloning site, früher auch als Polylinker site bezeichnet. Hiermit werden Bereiche meist eines Plasmids bezeichnet die über eine gehäufte Anzahl verschiedener benutzbarer Restriktionsschnittstellen verfügt. An diesen Stellen ist es relativ einfach DNA-Inserts zu integrieren.
Melanin:
schwarzbraunes Farbpigment. Polymer aus reduzierten, decarboxylierten Dopachrom, einem Abbauproduktes des Tyrosins (siehe auch Phenoloxidase, Tyrosinase).
Melatonin:
Neurotransmitter (N-Acetyl-5-Methoxy-Tryptamin), Derivat des Tryptophans bzw. Serotonins (5-Hydroxy-Tryptamin).
Membran:
im Laborjargon auch als Filter bezeichnet. Häufig eine Nitrocellulosemembran die zum fixieren von Proteinen (siehe Western-Blot), DNA (siehe Southern-Blot) oder RNA (siehe Northern-Blot) nach vorherigen auftrennen in einer Elektrophorese benutzt wird. (siehe auch Zellmembran, Zell-Kompartimente).
Mensch:
der Mensch besteht aus einigen 1013 (10 Billionen) Zellen, die sich in etwa 150 bis 200 verschiedenen Zelltypen einordnen lassen, wobei jeder von uns hofft, daß davon auch etwa 1010 (10 Milliarden) Neuronen dabei sind.
Mescalin:
illegales Rauschmittel, Psychopharmaka, Serotonin-Analoga.
messenger RNA:
mRNA, Abschrift (Blaupause) der DNA-Region die für ein Gen steht (codiert). Bei Prokaryonten kann die mRNA auch mehrere Gene umfassen (polycistronisch). Bei Eukaryonten ist überwiegend ein Gen eine mRNA ein Protein (monocitronisch).
Metabolit:
Intermediat, meist niedermolekulare Verbindung die im Stoffwechsel des Organismus als Zwischenprodukt gebildet wird.
Metastasen:
Zellen die von einem Primär Tumor auswandern (absiedeln) können und an anderen Stellen des Organismus sich wieder etablieren (anwachsen). Durch diese Fähigkeit ist eine Therapie schwierig.
Methionin:
essentielle proteinogene Aminosäure, C-4 Gerüst das über eine Thioether-Bindung (C-S-C) eine Methyl-Gruppe trägt. Wichtiger Bestandteil des C-1 Gruppentransfers (aktiviertes Methyl, Adenosylmethionin).
Mikrobiologie:
Wissenschaft die sich mit einzelligen Lebewesen (Bakterien) beschäftigt.
Mikroinjektion:
Das Einbringen von einer Lösung (meist DNA) in eine Zelle (häufig eine Eizelle) mittels einer haarfeinen Kapilare unter dem Mikroskop (Mikromanipulator). Eizellen sind nur einige µm groß, das maximale Injektionsvolumen beträgt nur wenige Nanoliter (millionstel Milliliter).
Milchsäure:
besser Lactat (C-3 Körper mit Carbxy- und OH-Gruppe), da unter physiologischen Bedingungen die Säure deprotoniert vorliegt.
Molekularbiologie:
Wissenschaft die Makromoleküle (meist DNA) mittels anderer Makromoleküle (meist Proteine, Enzyme, Restriktionsenzyme) verändert ohne die chemischen Aspekte dieser Reaktion näher zu erfassen.
monocistronisch:
ein Gen, eine mRNA, ein Protein, im Gegensatz zu polycistronisch wird ein Protein durch eine mRNA realisiert, die über ein Gen kontrolliert wird.
Monomer:
kleinste Einheit die sich mit mehreren gleichartigen Einheiten zu Polymeren verbinden kann. Z. B. Glykogen ist ein Polymer das aus dem Monomer Glucose aufgebaut ist.
Morphium:
Opiat Analoga, Rauschmittel, Psychopharmaka, Enkephalin-Analoga. Therapeutischer Einsatz zur Schmerzstillung.
MS:
siehe Multiple Sklerose.
Mucoviszidose:
auch Cystische Fibrose bzw. Zystische Fibrose. In der westlichen Welt häufigste genetisch determinierte Krankheit (Autosomal rezessiv vererbt). Betroffen ist das Gen für einen Chloridkanal (CFTR), dessen Funktion dann eingeschränkt ist und so zur Verschleimung besonders der Atemwege führt (Sekundärinfektionen, Pseudomonas aeruginosa). Auch andere Organe (Darm, Pancreas) sind betroffen. Die Lebensqualität der Betroffenen ist stark eingeschränkt, die Lebenserwartung liegt gegenwärtig um das 3. Lebensjahrzent.
multiple cloning site:
Abkürzung MCS, früher auch als Polylinker site bezeichnet. Hiermit werden Bereiche meist eines Plasmids bezeichnet, die über eine gehäufte Anzahl verschiedener benutzbarer Restriktionsschnittstellen verfügt. An diesen Stellen ist es relativ einfach DNA-Inserts zu integrieren.
Multiple Sklerose:
kurz MS, schwere Erkrankung des Nervensystems. Der Organismus greift ein körpereigenes Protein (Myelin) der Nervenzellen an, daß für die Übertragung von Nervenimpulsen unerläßlich ist. Die Ursache hierfür ist noch unbekannt. Die Folge sind Ausfälle der Motorik (Fähigkeit der Bewegung). Die Krankheit setzt vor dem 40-sten Lebensjahr ein und tritt häufig schubweise auf und dessen Schwere individuell ist. Eine zuverlässige Therapie ist noch nicht bekannt.
Mutagenese:
das (gezielte) Erzeugen von Mutationen, also Austausch oder Insertion bzw. Deletion von Basen in DNA. Dies ermöglicht die Untersuchung der Folgen einer Mutation auf das Genprodukt und läßt so auch ggf. Aussagen über Reaktionsmechanismen zu.
Mutante:
die Abweichung der Gensequenz vom normalen Typ (wild type) eines isolierten Gens.
Mutation:
Abweichung (Basenaustausch, Insertion, Deletion) der Gensequenz vom normalen Typ (wild type). Es gibt stille Mutationen (keine Auswirkung auf das Genprodukt (Protein)), neutrale Mutationen (das Genprodukt ist durch einen Aminosäure Austausch verändert, aber beeinträchtigt die normale Funktion nicht), gravierende Mutationen (das Genprodukt kann die normale Funktion nicht mehr ausüben) und Nonsense Mutationen (die Mutation führt zum Abbruch der Proteinsynthese (truncated protein)).
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