| Lactat: |
auch als Milchsäure bezeichnet (C-3
Körper mit Carboxy- und OH-Gruppe), unter physiologischen Bedingungen
liegt die Säure deprotoniert vor und sollte deshalb als Lactat (Anion der
Säure) bezeichnet werden.
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| Lactose: |
Disaccharid bestehend aus Galaktose und Glucose.
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| Langerhanssche Insel: |
Die von Paul Langerhans (1847-1888) 1869 in
seiner Doktorarbeit beschriebenen Zellklumpen und nach ihm später
benannten (Zell-) Inseln im Pankreas sind in allen Vertebraten nachzuweisen.
1889 entdeckte O. Minkowski (1858-1931) den Zusammenhang zwischen Pankreas und
Diabetes mellitus. Die endokrine Funktion der Inselzellen wurde erst 1921 durch
die beiden Kanadier C.H. Best (1899-1978) und F.G. Banting (1891-1941), die
Insulin aus Hunde-Pankreata isolierten, näher spezifiziert. Das von den
ß-Zellen der Inseln des Pancreas sezernierte Hormon wurde deshalb Insulin
genannt (s.a. Insulin).
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| Leben: |
schwierig zu definieren. Meistens wird versucht
Leben auf die kleinste mögliche biologische Einheit zu reduzieren und das
wäre die Zelle. Viren würden hierbei aber nicht berücksichtigt.
Aus naturwissenschaftlicher (biochemischer) Sicht würde eine Definition
etwa lauten: 1. Fähigkeit zur Selbstreproduktion (Weitergabe von
genetischer Information), 2. Fähigkeit zur Mutagenese (die genetische
Information muß veränderbar sein, Evolution, Reaktion auf die
Umwelt) und 3. Fähigkeit zum Metabolismus (es muß Energie aus der
Umwelt gewonnen werden können, um die Reproduktion zu ermöglichen).
Ein Physiker würde wahrscheinlich weiter abstrahieren und sagen:
Weitergabe von genetischer Information im Dialog mit der Umwelt.
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| Leucin: |
essentielle proteinogene Aminosäure
(verzweigte Seitenkette), C-4 Gerüst an das zwei Methyl-Gruppen
angehängt sind.
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| Leukämie: |
auch Blutkrebs. Die Anzahl der Leucocyten
(Weiße Blutkörperchen) übersteigt das Normale Niveau, ohne das
eine Infektion vorliegt. Störung der Proliferation (des Wachstums) der
Leukocyten.
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| Lipide: |
Triacylglyceride, mit drei Fettsäuren
verestertes Glycerin, wobei die Fettsäuren gesättigt (aliphatische
C-Kette also keine C=C, Doppelbindungen) bzw. ungesättigt ( mindestens
eine C=C) sein können.
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| LSD: |
Lysergsäurediethylamid, illegales
Rauschmittel, Psychopharmaka, Serotonin-Analoga.
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| Lymphom: |
Krebs der Lymphozyten, Prognose unterschiedlich
von leicht (kaum Symptome) bis gravierend (bösartig).
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| Lynen-Cyclus: |
in der Leber ablaufender Cyclus der von F. Lynen
beschrieben wurde. Bei Überangebot von Acetyl-CoA wird aus 2
Molekülen Acetacetyl-CoA und freies Co-A gebildet. Durch die HMG-CoA
Synthase (ß-Hydroxy-ß.methyl- glutaryl-CoA=HMG-CoA) wird ein
weiteres Acetyl CoA auf das Acetacetyl-CoA übertragen. Es entsteht
HMG-CoA, das in Acetacetat und Acetyl-CoA gespalten wird. Acetacetat kann zu
Aceton decarboxyliert werden, bzw. zu ß-Hydroxybutyrat reduziert werden.
Acetacetat und ß-Hydroxybutyrat können im peripheren Gewebe leicht
unter Energiegewinn oxidiert werden. Im Hungerzustand bzw. bei Diabetes
mellitus sind diese Metabolite, die auch als Ketonkörper bezeichnet
werden, im Blut erhöht.
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| Lyse: |
meist im Zusammenhang von Zelllyse gebraucht,
bezeichnet den Vorgang wenn eine Zelle aufgelöst (lysiert, abgebaut) wird.
Bei Zellschädigungen (Nekrose) bzw. Apoptose werden lysosomale Enzyme
tätig, die die Zelle und ihre Inhalte weitesgehend abbauen und so
Schäden benachbarter Zellen verhindern und die Abbauprodukte zur
Weiterverwendung bzw. zum Ausscheiden aus dem Organismus aufbereiten (s.a.
Lysosomen).
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| Lysin: |
essentielle proteinogene Aminosäure
(systematisch eine Diaminocarbonsäure), C-6 Gerüst die am letzten
C-Atom eine Amino-Gruppe (NH2) trägt.
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| Lysosomen: |
Zellorganelle der Eukaryonten. In den Lysosomen
befinden sich abbauende (degradierende) Enzyme in einem sauren Milieu.
Makromoleküle wie z.B Proteine die alt, fehlerhaft oder von der Zelle
nicht mehr benötigt werden, werden in die Lysosomen gebracht und dort in
ihre Monomeren (Aminosäuren) zerlegt. Die Monomere stehen der Zelle dann
wieder für neue Synthesen der Zelle zur Verfügung (Recycling). Bei
massiven Schädigungen der Zelle werden die lysosomalen Enzyme ins
Zellinnere freigelassen und sorgen so für den Abbau der Zelle, die
anfallenden Abbauprodukte können dem Organismus wieder zugeführt oder
aber ausgeschieden werden.
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