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Kallus:
pflanzliche Zellhaufen, die sich aus einer Pflanzenzelle entwickeln können (hohes Regenrationsvermögen).
Kanamycin:
Antibiotikum, Aminoglycosid, Neomycinanaloga, häufig eingesetzt als Resistenzgen (Selektion). Inhibition der Proteinbiosynthese.
Karyotyp:
Gesamter Satz der normalen Chromosomen.
Karzinom:
Krebs des Bindegewebes.
katabol:
abbauende Prozesse zur Energiegewinnung im Organismus, im Gegensatz zu anabolen Prozessen, mit der die Synthese (der Aufbau) von Biomolekülen bezeichnet wird.
Katalysator:
Beschleuniger von Reaktionen, die Gleichgewichtslage der Reaktion wird nicht verändert, lediglich die Reaktion läuft wesentlich schneller ab.
Katenane:
bzw. Catenane, ringförmige DNA, die wie Glieder einer Kette zusammenhängen. Dies kann bei Trennungen (Elektrophoresen) zu falschen Größenbestimmungen führen.
kb:
Kilobase, 1000 bp (Basenpaare) allgemeine Größenangabe bei Nukleinsäuren.
kDa:
Kilo Dalton, Größenangabe bei Proteinen. 1 kDa entspricht dem Gewicht von 1000 Wasserstoff-Atomen (bzw. 500 Wasserstoff-Molekülen H2).
Keimbahn:
Organ das die Geschlechtszellen (Eizellen, Spermien) produziert.
Keton:
organisches Molekül das eine reaktive Carbonyl-Funktion besitzt, die nicht endständig ist z. B. Ketosen (Gruppe von Monosacchariden, z.B. Fructose). Charakteristische Reaktion Acetal- und Halbacetal-Bildung.
Ketonkörper:
ß-Hydroxybutyrat (C4-Gerüst mit Carboxy-Gruppe und OH-Gruppe), Acetacetat (C4-Gerüst mit Carboxy-Gruppe und Keto-Gruppe, C=O) das durch Decarboxylierung in Aceton umgewandelt werden kann, werden zu den Ketonkörpern gezählt. Acetacetat kann durch Reduktion (H2-Aufnahme) in ß-Hydroxybutyrat umgewandelt werden. Von klinischen bzw. diagnostischen Interesse sind diese Metabolite, da sie im Hungerzustand bzw. bei Diabetes mellitus im Blut erhöht auftreten (zur Synthese siehe Lynen-Cyclus).
Ketosen:
Monosaccharide die eine Keto- Gruppe tragen.
Kinetik:
zeitlicher Verlauf von (enzymatischen) Reaktionen.
Klon:
griechisch Ast, Bezeichnung für genetisch identische Individuen. Im Laborjargon sind damit meist Bakterien gemeint, die über die selben Plasmide (Insert mit Resistenzgen) verfügen.
Klonbank:
siehe cDNA-Bank bzw. Genomische Bank.
Klonierung:
Erzeugung von rekombinanter DNA, Einbringen von Insert DNA in einen Vektor (Plasmid).
Kohäsive Enden:
engl. sticky ends, auch klebrige Enden. DNA Enden die Einzelstrang Überhänge besitzen (Gegenteil von blunt ends, Glatten Enden). S.a. site-directed cloning (gerichtete Einklonierung).
kompetent:
im Zusammenhang mit kompetenten Bakterien sind die Bakterien gemeint, die zur DNA-Aufnahme vorbereitet wurden. Hierzu muß die Zellwand der Bakterien spezifisch behandelt werden (meist mit zweiwertigen Ionen, wie z.B. Kalzium).
komplementär:
passend zu einander. Häufig im Zusammenhang mit DNA gebraucht, meint nichts anderes als daß Adenin nur mit Thymin und umgekehrt zueinander passen, und Guanin zu Cytosin. Kennt man einen Strang der DNA, kann man den Gegenstrang ergänzen. Da wo A ist muß T auf dem Gegenstrang sein, da wo G ist muß C sein usw..
Konduktometrie:
Leitfähigkeitsmessung (Ionen in Lösung). Über die Leitfähigkeit einer Lösung kann auf deren Ionen bzw. auf deren Konzentration in der Lösung geschlossen werden.
Konformation:
räumliche Anordnung eines Moleküls. Dieses Molekül kann klein sein (einfache organische Verbindung) oder aber auch groß und komplex (z.B. ein Protein). Ein Enzym kann durch Konformationsänderung in seiner Aktivität stark beeinträchtigt (reguliert) werden (z.B. Interkonversion durch Phosphorylierung).
Konkatemer:
ungewollter mehrfacher Einbau eines DNA-Fragments in einen Vektor, s.a. Concatemer.
konstitutiv:
Enzyme die von der Zelle unabhängig von den äußeren Einflüssen gebildet werden.
Kreatinphosphat:
stellt einen kurzlebigen Energiespeicher für Muskelzellen dar. Chemisch ein Acetyl-Rest an den eine Guanidin-Gruppe angehängt ist, von der ein N-Atom methyliert, das andere phosphoryliert ist. Im Bedarfsfall kann die Muskelzelle durch die Kreatinkinase (CK) schnell ATP aus Kreatinphosphat und ADP generieren. Zurück bleibt das Kreatin, das in Ruhephasen unter Verbrauch von ATP wieder phosphoryliert wird.
Krebs:
Bezeichnung für unkontrolliertes Wachstum von Zellen (Tumor). Tumoren werden in benigne (gutartige) und maligne (bösartige) unterteilt, je nachdem ob sie zur Metastasenbildung (Auswanderung der Tumorzellen in andere Körperregionen) befähigt sind (maligne) oder nicht (benigne). Gutartige Tumore sind in der Regel operabel, bösartige, da ihre Metastasen über den gesamten Organismus verteilt sind, nicht.
Krebs, Sir H. A.:
Sir Hans Adolf Krebs (1900-1981), deutscher (Hildesheimer) Biochemiker der sich mit Arbeiten zur Aufklärung des Citrat-Cyclus beschäftigte.
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