| Immunologie: |
die Lehre vom Immunsystem, dem Abwehrsystem eines
Organismus gegen Krankheitserreger.
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| Immunsystem: |
Körper eigene Abwehr von
krankheitserregenden Organismen. Basiert auf der Erkennung von
körpereigenen und körperfremden Stoffen. Das Immunsystem wird in
zelluläre und humorale (lösliche) Systeme eingeteilt. Zu den
zellulären System gehören u.a. die Makrophagen und Granulocyten. Zur
humoralen Immunantwort gehören z.B. die Antikörper der B-Zellen und
das Komplementsystem. Eine Unterteilung kann auch in angeborenes und erlerntes
Immunsystem vorgenommen werden (spezifisch und unspezifisch). Nach der Geburt
sind Säugetiere keineswegs immunkompetent, bei Verabreichung von
Fremdstoffen in dieser Phase würde das Immunsystem lernen diese
Fremdstoffe zu tolerieren.
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| Inosittriphophat: |
auch IP3, formal korrekt Inosit-1,4,5-triphophat
stellt einen second messenger dar. Wird aus dem membranständigen
Phosphatidylinosit (Diacylglycerin und IP3) gebildet. IP3 ist ein cyclischer
sechswertiger Alkohol (engl. Inositol, C-6 Ring mit je einer OH-Gruppe) und hat
Ähnlichkeit mit Monosacchariden.
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| Insert: |
Passagier DNA, designierte zu integrierende
DNA-Sequenz, die in einen Vektor (Plasmid, Cosmid, Phagen) eingebracht
(einkloniert) werden soll.
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| Insulin: |
Peptidhormon. Die von Paul Langerhans (1847-1888)
1869 in seiner Doktorarbeit beschriebenen Zellklumpen und nach ihm später
benannten (Zell-) Inseln im Pankreas sind in allen Vertebraten nachzuweisen.
1889 entdeckte O. Minkowski (1858-1931) den Zusammenhang zwischen Pankreas und
Diabetes mellitus. Die endokrine Funktion der Inselzellen wurde erst 1921 durch
die beiden Kanadier C.H. Best (1899-1978) und F.G. Banting (1891-1941), die
Insulin aus Hunde-Pankreata isolierten, näher spezifiziert. Schon 1922
wurde von ihnen die erste erfolgreiche Insulintherapie an einem Diabetiker, der
13jährige Leonard Thompson, durchgeführt. Insulin entfaltet seine
Wirkung wie alle Peptidhormone über spezifische Rezeptoren an der
Zelloberfläche. Im peripheren Gewebe besonders an den Muskelzellen
führt es bei erhöhter Blut Glucose Konzentration zur verstärkten
Aufnahme von Glucose in diese Zellen.
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| Integration: |
Einbringen, Einführen von meist DNA in ein
anderes DNA-Molekül. Bei Klonierungen wird hierzu mit Restriktionsenzymen
operiert, bei Integrationen ins Genom eines Lebewesens muß zwischen
Homologer Recombination und random (zufälliger) Integration unterschieden
werden. Bei der random Integration ist die Zielstelle (engl. gen target) des
Gens unbestimmt (zufällig). Die Erfolgsquote einer random integration
liegt im Prozentbereich. S.a. Homologe Recombination, Transfektion (stabil).
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| Interferone: |
Proteine zur Virusabwehr, a-, b- und
g-Interferone (IFN abgekürzt) können von humanen Zellen bei
Virusinfektion synthetisiert werden. Die Interferone a und b des Menschen
besitzen keine Introns, bestehen also nur aus einem Exon. Interferone werden zu
den Cytokinen gezählt.
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| Interleukine: |
häufig IL abgekürzt stellen
Regulationsfaktoren für Immunzellen dar. Interleukine können von
Immunzellen (z.B. Makrophagen) abgegeben werden und die Proliferation
(Wachstum) von weiteren Immunzellen fördern bzw. hemmen. Interleukine
werden zu den Cytokinen gezählt.
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| Intron: |
intervenierende Sequenz eines eukaryonten Gens.
Introns werden während des processings (Laborjargon Reifung) der mRNA aus
dieser ausgeschnitten (gespleißt). Introns stellen also den nicht
codierenden Bereich eines Eukaryonten Gens dar, im Gegensatz zu den Exons
(expremierter, in Protein translatierter) Bereich.
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| in situ: |
lat. in der natürlichen Position, im
Präparat, meistens in einer fixierten histologischen Gewebeprobe.
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| in vitro: |
lat. im Reagenzglas.
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| in vivo: |
lat. im lebenden Organismus.
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| Iodierung: |
Markierung von Proteinen mittels 125I,
unspezifische Markierung von Proteinen zur Verfolgung der Proteine durch den
Organismus.
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| Induktor: |
meist niedermolekulare Verbindung (häufig
Substrat der kontrollierten Gene) bindet am Repressor (Protein, daß das
Ablesen eines Gens blockiert), der dann die DNA-Bindungsstelle freigibt und so
die Transkription und Translation dieses Gens ermöglicht. S.a. Operon,
Repressor.
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| IPTG: |
Isopropyl-ß-D-Thiogalactosid,
Lactose-Analoga (Disaccharid aus Glucose und Galaktose). Wirkt als Induktor
(eine meist niedermolekulare Verbindung) am Repressor für den
lac-Promotor. Auf den Genen die unter Kontrolle des lac-Promotors sind,
befinden sich Lactose abbauende Enzyme, die so induziert (also bei Bedarf
aktiv) werden. Einfache aber effektive Regulation von Stoffwechselwegen die nur
unter bestimmtem Bedingungen von Interesse für den Organismus sind. S.a.
Induktor, Operon, Repressor.
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| isoelektrische Fokussierung: |
basiert darauf den pH-Wert für Proteine zu
bestimmen an dem die Proteine elektrisch neutral sind, d.h. positive und
negative Ladungen einander kompensieren. Dies geschieht mit Hilfe von
pH-Gradienten Gelen in einer Elektrophorese. Die Proteine bleiben am pH-Wert
der ihrem isoelektrischen Punkt entspricht liegen, sind nicht mehr mobil, da
sie definitionsgemäß elektrisch neutral sind.
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| isoelektrischer Punkt: |
der pH-Wert bei dem ein Protein elektrisch
neutral ist, also positive und negative Ladungen einander kompensieren. Punkt
der geringsten Mobilität in Gelen und schlechte Löslichkeit in
polaren Lösungsmitteln (Ausfällung).
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| Isoenzyme: |
Enzyme, die die gleiche Reaktion katalysieren,
aber dessen Proteinsequenz und Genloccus abweicht voneinander.
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| Isoleucin: |
essentielle proteinogene Aminosäure
(verzweigte Seitenkette), C-3 Gerüst an der eine Ethyl- und eine
Methyl-Gruppe angehängt sind.
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| Isopropyl-ß-D-Thiogalactosid: |
siehe IPTG.
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| Jacob Creutzfeld: |
degenerative Gehirnerkrankung, s.a. Prionen.
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| Juveniler Diabetes: |
jugendliche Zuckerkrankheit, siehe Diabetes.
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| Jodierung: |
Markierung von Proteinen mittels 125I,
unspezifische Markierung von Proteinen zur Verfolgung der Proteine durch den
Organismus.
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