| GABA: |
g-Amino-Buttersäure (engl. gamma
amino-butteric acid), Neurotransmitter. Biogenes Amin des Glutamat.
|
| Gärung: |
Prozeß unter Ausschluß von Sauerstoff
(Luft). Mikroorganismen wie die Hefe können unter anaeroben Bedingungen
Stoffwechsel betreiben, in dem sie den Wasserstoff (H2) der reduzierten
Reduktionsäquivalente (NADH) auf Acetaldehyd übertragen. Dabei
entsteht Ethanol (alkoholische Gärung). Muskelzellen die infolge starker
Beanspruchung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt können
müssen ihre Reduktionsäquivalente regenerieren, zur Aufrechterhaltung
der Glykolyse, in dem sie den Wasserstoff auf Pyruvat übertragen. Es
entsteht Lactat (Übersäuerung der Muskeln,
Milchsäuregärung).
|
| Galaktose: |
Monosaccharid (C-6 Gerüst) gehört zu
den Aldosen und Pyranosen.
|
| Gamet: |
Keimzelle, gekennzeichnet durch einen haploiden
Satz von Chromosomen (halber Satz, beim Menschen 23 Chromosomen). Spezielle
Entwicklung der Keimzellen durch Meiose.
|
| Gap-junctions: |
Zell-Zell-Kontakte die die Kommunikation zweier
benachbarter Zellen (meist gleichartiger Zellen) ermöglicht, um so eine
koordinierte gemeinsame Organ Antwort im Organismus steuern und regulieren zu
können.
|
| Gelelektrophorese: |
siehe Elektrophorese.
|
| Genetischer Code: |
3 Basen Code der DNA. Die zweidimensionale
(lineare) Information der DNA muß in die Proteine (dreidimensionale
Information) umgesetzt werden. Da es nur 4 verschiedene Basen (in Analogie zum
Alphabet als Buchstaben bezeichnet) in der DNA gibt reicht ein Buchstabe (nur 4
Möglichkeiten) und zwei Buchstaben ( 4*4=16 Möglichkeiten) zur
Translation in die Proteinsequenz nicht aus. Deshalb findet man Tripletts (3
Buchstaben), die dann immer für ein und dieselbe Aminosäure stehen
(codieren). Da es aber 43=4*4*4=64 Möglichkeiten zur Realisierung der
Proteinsequenz bei nur 20 verschiedenen proteinogen Aminosäuren gibt,
verfügen einige Aminosäuren über mehrere Codes (Degeneration des
genetischen Codes). Eukaryonten und Prokaryonten haben unterschiedliche
genetische Codes, auch die Zellorganellen, Chloroplasten und Mitochondrien,
benutzen den prokaryonten Code.
|
| Genomische Bank: |
auch Genbank bzw. Gen-Bibliothek, Sammlung von
Klonen, die das gesamte Genom eines Organismus repräsentiert. Die DNA wird
hierbei aus irgendeinem Gewebe isoliert, mit Restriktionsenzymen geschnitten
und in Phagen oder Plasmide ligiert und anschließend in Bakterien
amplifiziert (Klone). Die Klone enthalten somit Teile, wenn nicht sogar die
gesamte genetische Information des Organismus.
|
| Genotyp: |
genetische Ausstattung (Gesamtheit, Chromosomen,
alle Allele) eines Individuums.
|
| Gentechnik: |
Allgemein das Arrangieren und Kombinieren von
DNA-Sequenzen, die so in der Natur nicht vorkommen, mit molekularbiologischen
Mitteln. So kann ein Gen unter Kontrolle eines anderen Promotors gestellt
werden, oder aber ein Gen in eine andere Zelle/ Bakterium eingebracht werden um
das Protein reichlich zu synthetisieren (Überexpression). Des weiteren
können so die Proteine auch verändert werden (Protein-Design oder
Mutagenese).
|
| Gentherapie: |
präziser somatische Gentherapie. Somatisch
bedeutet Körperzellen. Körperzellen sind spezialisierte nur noch
begrenzt teilungsfähige Zellen, im Gegensatz zu Keimzellen, die nach der
Verschmelzung (Befruchtung) zu pluripotenten Zellen werden können. Die
Gentherapie zielt darauf ab, Zellen die infolge einer Mutation die
Fähigkeit zur Synthese eines Proteins verloren haben, diese Fähigkeit
wieder zugeben (siehe genetisch bedingte Krankheiten, z.B. cystische Fibrose,
bzw. Krebs). Problematisch ist es, nach Möglichkeit nur die erkrankten
Zellen/ Gewebe zu treffen und die genetische Information gezielt ins Genom
dieser Zellen zu integrieren.
|
| Glatte Enden: |
engl. blunt end. Keine Einzelstrang
Überhänge, also stumpfe Enden nach Schnitt mit Restriktionsenzymen
(Doppelstrang-Schnitt), bei der DNA.
|
| Glucose: |
wichtiges Monosaccharid (C-6 Gerüst) im
Stoffwechsel (Glykolyse). Gehört zu den Aldosen und Pyranosen. Zentraler
energieliefernder Metabolit im Stoffwechsel.
|
| Glutamin: |
proteinogene Aminosäure, genauer eine
Aminodicarbonsäure mit C-5 Gerüst, dessen zweite endständige
Carboxy-Gruppe als Amid (Säureamid) vorliegt.
|
| Glutaminsäure: |
proteinogene Aminosäure besser als Glutamat
bezeichnet, diese Aminodicarbonsäure hat ein C-5 Gerüst, dessen
zweite Carboxy-Gruppe deprotoniert (als Anion) vorliegt. Diese Aminosäure
hat auch Neurotransmitter Eigenschaften.
|
| Glycerin: |
C-3 Gerüst mit 3 OH-Gruppen.
Alkoholkomponente für die Lipide (Ester-Bindungen). Ein Phosphoderivat des
Glycerins dient als Shuttle-System zum Einschleusen von
Reduktionsäquivalente in die Mitochondrien.
|
| Glycin: |
einfachste proteinogene Aminosäure. C-2
Gerüst. Keine L-Aminosäure, da kein chirales C-Atom (2 H-Atome als
Rest) besitzt Neurotransmitter Eigenschaften.
|
| Glycogen: |
Polysaccharid bestehend aus a-1,4-glycosidisch
verknüpften Glucose-Monomeren sowie a-1,6-glycosidischen Verzweigungen
etwa alle 8-12 Glucose-Untereinheiten. Tierische Speicherform der Glucose in
Leber und Muskelzellen.
|
| Glykolyse: |
bezeichnet den Abbau der Glucose zu Pyruvat in
der Zelle. Die Glykolyse läuft im Cytosol auch unter anaeroben Bedingungen
ab. Zuerst wird die Glucose phosphoryliert (Hexokinase), dann isomerisiert und
erneut phosphoryliert (Phosphofructokinase, PFK). Nach Spaltung in zwei C-3
Körper (Aldolase) erfolgt eine Oxidation (anaerob!), dessen Energie in
Form einer Phospho-Anhydrid Bindung gespeichert werden kann
(Substratkettenphosphorylierung, evolutiv sehr alter Mechanismus). Diese
chemische Energie wird genutzt, um aus ADP ATP zu generieren. Der verbleibende
C-3 Körper wird weiter modifiziert (Mutase, Enolase) und es entsteht
Phosphoenolpyruvat. Diese energiereiche Verbindung kann durch die Pyruvatkinase
(PK) dephosphoryliert werden, wobei simultan das Phosphat auf ADP
übertragen wird. Es entsteht ATP und Pyruvat (Brenztraubensäure). Das
Pyruvat kann unter aeroben Bedingungen im Citrat-Cyclus weiter verstoffwechselt
werden.
|
| glykosidische Bindung: |
Monosaccharide bilden mit einer OH-Gruppe und der
Carbonyl-Funktion (Aldehyd, Keton) intramolekular ein Halbacetal aus. Wird die
Carbonyl-Funktion mit einer weiteren externen (intermolekular) OH-Gruppe
verbunden spricht man von glykosidischer Bindung (O-glykosidisch) wird die
Carbonyl-Funktion mit einer Amino-Komponente verknüpft spricht man von
N-glykosischer Bindung (Verknüpfung der Nukleinsäure Basen mit der
Ribose bzw. Desoxiribose).
|
| Golgi-Apparat: |
Teil des Membransystems einer eukaryonten Zelle
in denen neu synthetisierte Proteine für ihren weiteren Bestimmungsort
(z.B. Lysosomen oder Sekretion) weiter modifiziert werden.
|
| Gonaden: |
Keimzellen bzw. Keimdrüsen.
|
| GTP: |
Guanosintriphosphat, Base: Guanin, Zucker:
Ribose, 3 Phosphate. GMP ist das entsprechende Monophosphat und GDP das
entsprechende Diphosphat.
|
| Guanin (G): |
eine von zwei Purin-Basen in der DNA und RNA.
|
| GVO: |
Abkürzung für gentechnisch
veränderter Organismus.
|