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E.coli:
Escherichia coli Bakterium. Von Theodor Escherich Ende des 19. Jahrhundert aus dem menschlichen Darm isoliertes Bakterium. Von ihm als bacterium coli communale bezeichnet, da es sich um einen harmlosen Symbionten handelt. "Haustier" der Molekularbiologen, da dieser Einzeller gut untersucht ist (Genom bekannt, sequenziert). Heutzutage Einteilung in diverse Stämme (K-Stämme), darunter auch einige humanpathogene (Hirnhautentzündung).
Ecstasy:
illegales Rauschmittel, Psychopharmaka, Catecholamin-Analoga (Neurotransmitter).
EDTA:
Ethylendiamintetraacetat auch Titriplex genannt. Chelatbildner der zweiwertige Kationen komplexiert, wie z.B. Magnesium und Calcium. Häufiger Bestandteil von Puffern. Die komplexierten Ionen stehen dann Enzymen nicht mehr zur Verfügung und werden somit inhibiert.
Elektrophorese:
Trennverfahren, das die unterschiedliche elektrische Ladung von Makromolekülen (Proteine, DNA, RNA) und deren daraus resultierende unterschiedliche Mobilität ausnutzt. Für Proteine werden meist Polyacrylamid-Gel Elektrophoresen (PAGE), für DNA (Polyanion) meist Agarose-Gel Elektrophoresen eingesetzt. Das Gel wird in eine Puffer (wäßrige Lösung mit definierten pH- und Ionen- Wert) gefüllte Kammer gelegt und nach dem Beladen mit dem Probenmaterial eine elektrische Gleichspannung angelegt. Danach folgt das Detektieren mit spezifischen Nachweisen.
Elektroporation:
Methode um DNA in eine Zelle (Transfektion) oder Bakterie (Transformation) einzuschleusen. Diese Methode ist nicht für alle Zellen und Bakterien geeignet, da in einer Küvette eine kurze elektrische Entladung stattfindet, die die Zellmembran für die DNA durchlässig macht.
Embryogenese:
Entwicklung von der Zygote (befruchtete Keimzelle) bis zur Geburt. Faszinierend ist das hohe Regenerationsvermögen der Zellen in der frühen Entwicklung (pluripotente Zellen).
Endokrinolgie:
Lehre von den Hormonen, den chemischen Botenstoffen des Körpers. Auch als innere Sekretion bezeichnet, der Begriff Hormon wurde 1905 vom engl. Physiologen E.H. Starling geprägt. Es werden 3 Substanzklassen bei den Hormonen unterschieden, die Peptid-Hormone (Tripeptide, z.B. TRH, oder Oligopeptide z.B. Insulin), die Steroid-Hormone (Cholesterin Grundgerüst) und die Hormone, die sich von den Aminosäuren ableiten (z.B. Catecholamine, Trijodthyronin, Serotonin).
Endocytose:
Aufnahme von Substanzen in die Zelle, durch Einstülpung der Zellmembran (Import).
Endonuclease:
Enzym das DNA mitten im Doppelstrang schneidet. Alle häufig verwendeten Endonucleasen werden auch als Restriktionsenzyme bezeichnet. Sie sind sequenzspezifisch, d. h. sie schneiden die DNA nach einer bestimmten Basenfolge. Besteht diese Basenfolge aus 4 Basen redet man vom Vierschneider, sind es 6 redet man vom Sechsschneider. Häufig werden diese Enzyme nach ihrer Quelle aus der sie isoliert wurden (meistens Einzeller) mit 3 Buchstaben bezeichnet.
Endopeptidase:
Protein degradierendes Enzym, daß das Substrat (Protein) im inneren angreift. Es gibt mehr oder weniger spezifische Peptidasen (Proteinasen), d.h. einige Enzyme spalten nur nach bestimmtem Aminosäuren im Protein z. B. Trypsin nach basischen Aminosäuren wie Arginin und Lysin.
Endorphine:
Gruppe von kleinen Peptiden (Pentapeptide wie z. B. Leu-enkephalin) die vom Gehirn synthetisiert werden und an den Opiat-Receptoren (Opium, Morphium) binden.
Enhancer.
Engl. Verstärker. Bereich auf der DNA an dem Faktoren binden und so die Transkription verstärken.
Enkephalin:
Pentapeptide (Bestehend aus Tyrosin-Glycin-Glycin-Phenylalanin- und Methionin oder Lysin), die als Leucin-enkephalin bzw. Methionin-enkephalin bezeichnet werden. Sie werden im Gehirn produziert und binden an den Opiat-Receptoren.
Enzym:
biochemischer Katalysator. Bis auf die Ribozyme, die aus RNA bestehen und ebenfalls katalytische Aktivität besitzen, sind Enzyme Proteine, die stereospezifische Reaktionen unter physiologischen Bedingungen (Temperatur, pH) ermöglichen. Enzyme sind substratspezifisch (stereoselektiv) und für die Erhaltung der Funktionen einer Zelle unbedingt erforderlich, um Substrate umzusetzen und Energie zu gewinnen, als auch um toxische Substanzen zu entgiften und des weiteren um mit anderen Zellen des Organismus zu kommunizieren. Die Geschwindigkeit mit der spezifische Substrate umgesetzt werden bezeichnet man als Aktivität (mmol Substrat/min., Unit), wird diese Aktivität auf den Proteingehalt normiert wird von spezifischer Aktivität (Unit/mg) gesprochen.
EPO:
siehe Erythropoetin.
ER:
Endoplasmatisches Reticulum, Membransystem des Zellkerns zur cytosolischen Seite der Eukaryontenzelle gerichtet. Kalziumspeicher und Ort der Proteinbiosynthese.
Erbfaktoren:
(synonym Gene) sind verantwortlich für die Merkmalsauslösung, identische Reproduktion und gegebenenfalls für Mutationen.
Erythrocyten:
rote Blutkörperchen, diese korpuskulären Blutbestandteile transportieren das Hämoglobin und damit den Sauerstoff. S.a. Hämoglobin.
Erythropoetin:
kurz auch EPO, humanes Peptid-Hormon das mittlerweile recombinant hergestellt wird und die Proliferation von Erythrocyten stimuliert. Essentiell zur Behandlung von Blutungsstörungen (Anämien), Mißbrauch bei Doping, weil der Sauerstoff Transport bei Verabreichung gefördert wird (Spätkomplikationen bisher unbekannt). Nachweis nur über den Hämatokrit Wert (Verhältnis Volumen Erythrocyten zu Blutvolumen) möglich.
Ester:
Verbindung aus Säuren und Alkoholen, die unter Wasserabspaltung (Kondensationsreaktion) zum Ester reagiert haben.
Ethidiumbromid:
komplizierte aromatische organische Verbindung, die in Nukleinsäuren interkaliert, d.h. sie schiebt sich zwischen Basenpaare in den Nukleinsäuren. Wird die so behandelte Nukleinsäure mit UV-Licht bestrahlt, so emittiert sie im visuellen Bereich (rötlich) und die Nukleinsäure läßt sich dadurch detektieren. Die Nachweisgrenze liegt im Nanogrammbereich.
Eukaryonten:
Alle Zellen oder Einzeller, die einen Membran umhüllten Zellkern besitzen, werden zu den Eukaryonten (auch Eukaryoten genannt) gezählt. Darüber hinaus verfügen die Eukaryonten noch über weitere Zellorganellen (Membran umhüllte Vesikel in der Zelle).
Evolution:
allgemein die Entwicklung allen Lebens auf der Erde (biologische Evolution, seit etwa 4*109 Jahren) von der nicht belebten Materie, über die Einzeller bis hin zu vielzelligen Lebensformen. Evolution wird aber auch im Zusammenhang mit der Entwicklung des Universums (physikalische Evolution) seit dem Urknall (vor etwa 13*1099Jahren) und in Zusammenhang mit der Entwicklung der schweren Elemente (chemische Evolution, Übergang von physikalischer zur biologischen Evolution) gebraucht.
Exobiologie:
Wissenschaft die sich zur Zeit nur theoretisch mit der Entstehung des Lebens außerhalb der Erde (extraterrestrisch) beschäftigt. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Voraussetzungen für die Entwicklung von Leben essentiell sind. Darüber hinaus ist interessant welche ähnlichen (homologen) und welche andersartigen (divergenten) Wege die Entwicklung von Leben einschlagen kann.
Exocytose:
Ausschleusung (Export) von Substanzen (z.B. sekretorischen Proteinen) aus der Zelle durch Verschmelzung sogenannter Exocytose Vesikel (sekretorischer Vesikel) mit der Zellmembran.
Exon:
Teil des eukaryonten Gens das realisiert (exprimiert) wird. Eukaryonten Gene sind von intervenierenden (nicht codierenden) DNA-Sequenzen (Intron) unterbrochen. Die Interferone a und b des Menschen besitzen keine Introns, bestehen also nur aus einem Exon.
Exopeptidase:
Protein degradierendes Enzym, daß das Substrat (Protein) von Aminoterminus oder Carboxiterminus abbaut. Diese Enzyme werden dann auch als Aminopeptidase respektive Carboxipeptidase bezeichnet.
extrachromosomale DNA:
DNA die im Zellkern ist, aber nicht zu den Chromosomen der Wirtszelle gehört. Extrachromosomale DNA wird nicht wie die Chromosomen repliziert (vervielfältigt).
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