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cAMP:
cyclo AMP, second messenger der aus ATP durch die Adenylatcyclase gebildet wird. Abbau durch eine Phosphodiesterase.
cGMP:
cyclo GMP, second messenger der aus GTP durch die Guanylatcyclase gebildet wird. Abbau durch eine Phosphodiesterase
C-Terminus:
Carboxi-Ende (freie Carboxyl-Gruppe) eines Proteins.
CAAT-Box:
eukaryontische DNA-Sequenz (CAAT), die etwa 75 bp stromaufwärts der Transkriptionsstartstelle eines Gens liegt, und die Bindung der DNA-abhängigen RNA-Polymerase verbessert.
chaotrope Salze:
Salze die eine hohe Affinität (Bestreben, Anziehung) zu Wasser haben und deshalb eine große feste Hydrathülle (schalenartige Anlagerung von Wassermolekülen) ausbilden, wie z.B. Ammoniumsulfat (NH4)2SO4.
Cap:
auch Cap-Struktur, chemische posttrankriptionelle Modifikation am 5`-Ende (eigentlich Anfang) der eukaryonten mRNA, s.a. RNA-Processing des primär Transkripts.
Capsid:
Proteinaussenhülle von einem Virus.
Carbonyl-Funktion:
doppelt gebundenes O-Atom am C-Atom, auch als Oxo-Gruppe bezeichnet. Bei einem endständigen C-Atom wird vom Aldehyd (HCO) bei einem sekundären, nicht endständigen C-Atom von Keton (R2CO) geredet.
Carboxy-Gruppe:
Organische Säure Komponente, -COOH Gruppe.
Catecholamine:
Derivate die sich vom Catechol (Brenzcatechin, 1,2 (ortho) Dihydroxy-benzol) ableiten. Biochemisch und medizinisch meint man damit die Abkömmlinge des Tyrosins wie DOPA (Dihydroxyphenylalanin), Dopamin (biogenes Amin, decarboxyliertes DOPA), Noradrenalin (zusätzliche OH-Gruppe an der Seitenkette vom Dopamin) und Adrenalin (Methylierung an der Amino-Gruppe des Adrenalins). Die genannten Verbindungen zählen zu den Neurotransmittern, Adrenalin wird auch den Hormonen zugerechnet.
Catenane:
bzw. Katenane, ringförmige DNA, die wie Glieder einer Kette zusammenhängen. Dies kann bei Trennungen (Elektrophoresen) zu falschen Größenbestimmungen führen.
cDNA:
mRNA die in die DNA-Schreibweise übersetzt wurde, also der mRNA Sequenz entspricht (Austausch von Uracil gegen Thymin).
cDNA-Bank:
auch cDNA-Bibliothek, Sammlung von Klonen, die die mRNA eines spezifischen Gewebes repräsentiert. Die RNA wird isoliert, in DNA umgeschrieben (RT, Reverse Transkriptase), mit Restriktionsenzymen geschnitten und in Phagen oder Plasmide ligiert und anschließend in Bakterien amplifiziert (Klone). Die Klone enthalten somit Teile, wenn nicht sogar die gesamte genetische Information dieses Gewebes. Eine normierte cDNA-Bank würde den unterschiedlichen Populationen der mRNA´s Rechnung tragen. Durch Subtraktion würden häufige mRNA-Kopien kaum vermehrt, seltene mRNA´s aber verstärkt amplifiziert.
Chimäre:
Individuum das DNA in den Chromosomen aus einer anderen Art besitzt.
Chiralität:
Eigenschaft einiger organischer Verbindungen die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten, aber ohne brechen von Bindungen nicht in einander überführbar sind. Z.B L-Aminosäuren und D-Aminosäuren.
Cholesterin:
lipophile Verbindung (4 Sechsring System), die zu der Klasse der Steroide gehört und in den Zellmembranen und im Stoffwechsel (Steroid-Hormone) wichtige Funktionen hat. Der menschliche Körper synthetisiert ggf. Steroide sofern mit der Nahrung nicht genügend Cholesterin aufgenommen wird aus Acetyl-CoA (s.a. Steroid-Hormone).
Chlorophyll:
Blattgrün, Licht absorbierendes Molekül von photosynthetisch aktiven Pflanzen. Chlorophyll ist in den Chloroplasten (Zellorganellen von Pflanzenzellen) lokalisiert. Es handelt sich um ein Porphyrin Ring System mit zentralem Magnesium Atom, Photonen bestimmter visueller Längenwelle werden absorbiert und die so gewonnene Energie zum Spalten von Wasser in Sauerstoff und Protonen genutzt. Der so erzeugte Protonengradient wird zum Aufbau von Glucose aus CO2 und H2O benutzt. Der Sauerstoff entweicht in die Atmosphäre.
Chromatographie:
Verfahren zur Trennung von Makromolekülen (Proteinen und Nukleinsäuren). Es werden verschiedene Methoden unterteilt: Dünnschichtchromatographie (DC), Säulenchromatographie (engl. column chromatography). Hier finden Harze (engl. resins) Verwendung u.a. (Anionen-Tauscher DEAE, Diethylaminoethyl, Kationen-Tauscher Carboxi-Methyl, reversed Phase lipophile Träger, Affinitätsmaterialien, Bluesepharose (NAD-Analoga) wie auch Antikörper (AK) gekoppelte Säulen. HPLC (High performance liquid chromatography) und Kapillarchromatographie. Letzteres wird mittlerweile routinemäßig bei der DNA-Sequenzierung eingesetzt. Das Prinzip ist im allgemeinen, daß die Wechselwirkung der Makromoleküle mit dem Trägermaterial zur Verzögerung der Wanderungsgeschwindigkeit führt, so daß die Makromoleküle verzögert also getrennt von der Säule kommen (eluiert werden). Die meisten Systeme lassen aber auch Trennungen von Monomeren wie Aminosäuren, Nukleotiden sowie Lipiden zu.
Chromophor:
Licht absorbierender Teil eines Makromoleküls (Proteins). Durch die Absorption in einem begrenzten Teil des Spektrums der visuellen Wellenlängen (VIS) kommt es zu farbigen Erscheinungen, bei Absorption (Anregung, Excitation) im Ultravioletten (UV) mit anschließender Abgabe (Emission) von Licht im visuellen Bereich spricht man von Fluoreszenz.
Chromosom:
ein DNA-Molekül. Der Mensch besitzt 46 Chromosomen, 23 Paare (22 autosomale, und ein Geschlechtschromosomenpaar), also 46 DNA-Moleküle im Zellkern. Ein Chromosom trägt eine Anzahl von Genen und regulativen Elementen sowie Pseudogenen (Gensequenzen die nicht exprimiert werden, aber Ähnlichkeiten (Sequenzhomologien) mit exprimierten Genen besitzen).
chromosomale DNA:
DNA im Zellkern von Eukaryonten, schließt die DNA von Zellorganellen wie Mitochondrien und Chloroplasten aus.
CIP:
DNA-modifizierendes Enzym. CIP ist die Abkürzung für calf intestinal phophatase.
cippen:
Laborjargon, DNA mit CIP (calf intestinal phophatase) dephosphorylieren, also das 5`-Phosphat von DNA-Molekülen entfernen.
cis-aktives Element:
Regulationseinheit auf der DNA, das aber nur auf demselben DNA-Molekül regulativ wirkt s.a. trans-aktives Element.
Cistron:
DNA-Basenfolge die für ein Protein codiert. Als polycistronische RNA (auch Gen) bezeichnet man eine mRNA (bzw. Gen), die mehr als ein Protein codiert (häufig bei Prokaryonten), monocistronisch bedeutet ein Gen, eine RNA, ein Protein (meistens bei Eukaryonten).
Citrat:
Tricarbonsäure (symmetrischer C-6 Körper, 3 Carboxy-Gruppen und eine OH-Gruppe), wichtiger Metabolit im Stoffwechsel (Energie Gewinnung, s.a. Citrat-Cyclus).
Citrat-Cyclus:
auch Tricarbonsäure-Cyclus (engl. TCA-Cycle) oder Krebs-Cyclus genannt. Wichtiger energieliefernder Prozeß im Mitochondrium (Zellorganell von Eukaryonten). Das bei der Glykolyse anfallende Pyruvat wird durch die Pyruvat Dehydrogenase (PDH) in Acetyl-CoA umgewandelt. Das Acetyl-CoA wird im 1. Schritt des Citrat-Cyclus mit Oxalacetat (C-4 Dicarbonsäure) in Citrat umgewandelt. Durch sukzessive oxidative Decarboxylierung (Abspaltung von CO2) wird Energie in Form von Wasserstoff gewonnen (gebunden an Co-Substraten NADH und FADH, reduzierte Formen, die in der Atmungskette wieder oxidiert werden können, unter Abgabe der Energie, die in der chemischen Bindung gespeichert ist) sowie GTP (Anhydrid). Im letzten, 8. Schritt des Citrat-Cyclus entsteht aus dem ursprünglichen Citrat wieder Oxalacetat.
Citrullin:
nicht proteinogene Aminosäure. Arginin Analoga nur das eine Amino-Gruppe durch ein Sauerstoff-Atom ersetzt wurde. Citrullin kommt beim Harnstoffcyclus vor. Citrullin ist ebenfalls ein Produkt bei der Generierung von NO (Stickstoffmonoxid) durch die NOS (Stickstoffmonoxid Synthase) aus Arginin.
Codon:
auch Basen-Triplett, Bezeichnung für 3 Basen die während der Proteinbiosynthese (Translation) für eine Aminosäure codieren.
Coenzym:
synonym Cosubstrat. Wichtige Substrate die an Enzym katalysierten Reaktionen beteiligt sind, und Reduktionsäquivalente (meist in Form von H2 (Wasserstoff, Hydrid-Anion und Proton) aufnehmen oder abgeben. Bekannteste Vertreter Nicotinamid-adenin-dinucleotid (NAD, oxidierte Form) und Flavin-adenin-dinucleotid (FAD, oxidierte Form). Coenzyme sind allgemein fest am Enzym gebunden, Cosubstrate können dissoziieren. Vorstufen der Coenzyme sind häufig Vitamine, also essentielle Nahrungsbestandteile.
Coenzym A (CoA):
Wichtiger Faktor des C2-Stoffwechsel (aktivierte Essigsäure, Acetyl-CoA). Der Cofaktor besteht aus ADP (in 3`-Position zusätzlich phosphoryliert) das über eine Phosphoester-Bindung mit Pantoinsäure (C6-Gerüst) verbunden ist. Die Carboxy-Gruppe der Pantoinsäure bildet eine Peptid-Bindung mit der Aminogruppe des ß-Alanins (biogenes Amin des Aspartat), die Carboxy-Gruppe des ß-Alanins wiederum ist über eine Peptid-Bindung mit Cysteamin (biogenes Amin des Cystein, SH-Gruppe) verknüpft.
Coenzym Q:
auch als Ubichinon bezeichnet. Dient als Wasserstoffakzeptor in der Atmungskette und besteht aus einem chinoiden System (Hydrochinon, 1,4 (para) Dihydroxy-Benzol), daß in 5 und 6 Position je eine Methoxy-Gruppe (H3CO-Gruppe) trägt, sowie eine Methyl-Gruppe in 3 Position und eine lipophile Seitenkette bestehend aus 6-12 Isopren-Einheiten (C5-Gerüst).
congenital:
mit der Geburt vererbt, die Symptome treten erst nach der Geburt auf.
Cosubstrat:
Siehe Coenzym.
Concatemer:
ungewollter mehrfacher Einbau eines DNA-Fragments in einen Vektor.
Consensussequenz:
Hoch konservierter (immer wieder auftauchender) Bereich eines Gens, z. B. Regulationssequenzen.
Cosmid:
Vektor mit größerer Insert Kapazität als ein Plasmid. Ein Konstrukt, das aus den cos-Regionen des l-Phagen und einem Plasmid besteht.
Creatinphosphat:
stellt einen kurzlebigen Energiespeicher für Muskelzellen dar. Chemisch ein Acetyl-Rest an den eine Guanidin-Gruppe angehängt ist, von der ein N-Atom methyliert, das andere phosphoryliert ist. Im Bedarfsfall kann die Muskelzelle durch die Creatinkinase schnell ATP aus Creatinphosphat und ADP generieren. Zurück bleibt das Creatin, das in Ruhephasen unter Verbrauch von ATP wieder phosphoryliert wird.
cross-linking:
engl. verknüpfen, verbinden. Gemeint ist meistens die Ausbildung von kovalenten Bindungen durch UV-Licht zwischen Nukleinsäuren (RNA, DNA) und Membran nach einem Blot (siehe Northern-, Southern-Blot, bzw. blotten). Dient der Immobilisiereung (Fixierung) der Makromoleküle an die Membran.
CTP:
Cytidintriphophat, Base: Cytidin, Zucker: Ribose, 3 Phosphate. CMP ist das entsprechende Monophosphat und CDP das entsprechende Diphosphat.
Cytokine:
Faktoren die von Zellen abgegeben werden und Immunzellen in ihrem Wachstum (Zellteilung, Proliferation) beeinflussen. S.a. Interferone und Interleukine.
Cytologie:
die Lehre von den (Eukaryonten) Zellen.
Cysteamin:
biogenes Amin des Cysteins (Decarboxyliertes Cystein).
Cystein:
proteinogene Aminosäure, C-3 Gerüst, die als funktionelle Gruppe eine SH-Gruppe (Sulfhydryl Gruppe) trägt.
Cystin:
Dimere aus Cystein, die durch eine Disulfid-Brücke (S-S Bindung) verknüpft sind.
Cystische Fibrose:
auch Mucoviszidose bzw. Zystische Fibrose. In der westlichen Welt häufigste genetisch determinierte Krankheit (Autosomal rezessiv vererbt). Betroffen ist das Gen für einen Chloridkanal (CFTR), dessen Funktion dann eingeschränkt ist und so zur Verschleimung besonders der Atemwege führt (Sekundärinfektionen, Pseudomonas aeruginosa). Auch andere Organe (Darm, Pancreas) sind betroffen. Die Lebensqualität der Betroffenen ist stark eingeschränkt, die Lebenserwartung liegt gegenwärtig um das 3. Lebensjahrzent.
Cytidin (C):
Pyrimidin-Base der DNA und RNA.
Cytosol:
Zellsaft, Inhalt der Zelle ohne die Zellorganellen wie z.B. Zellkern, Mitochondrien, Lysosomen usw..
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