Nachweis von Aflatoxinen

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Aflatoxine setzen sich mit Diazoniumsalzlösungen zu charakteristisch gefärbten Verbindungen um. Die empfindlichste Differenzierung wird mit Echtblausalz B (tetraazotiertes Di-o-anisidin) erzielt.

Echtblausalz B bildet im alkalischen Milieu mit den Aflatoxinen Bl und B2 einen violetten und mit den Aflatoxinen Gl und G2 einen braunen Farbstoff. Diese Reaktion ist nicht nur zum Aflatoxinnachweis, sondern auch zur Abgrenzung gegenüber RF-identischen Verbindungen geeignet.

Echtblausalz B ist zwar ein festes, stabiles, in Wasser lösliches Diazosalz, sollte aber trotzdem gut verschlossen, im Dunkeln und kühl aufbewahrt werden. Es muß zum Gebrauch lediglich gelöst werden.

Lösungen der einzelnen Aflatoxine punktförmig auf DC-Fertigplatten Kieselgel oder DC-Folien Kieselgel auftragen.

Laufmittel: Chloroform/Aceton/Wasser 88 + 12 + 1,5. Fließmittel völlig abdunsten.

Dünnschichtchromatogramme in schräger Lage aus etwa 25 cm Entfernung besprühen

a) mit 0,1 N NAOH bis zur gleichmäßigen Transparenz der Kieselgelschicht

b) anschließend mit frisch bereiteter wäßriger 0,5% iger Echtblausalz-B-Lösung.

Trocknen des Chromatogramms im Trockenschrank bei maximal 50° und schließlich Besprühen mit N HCI, danach trocknen mit Warmluftfön.

Die Aflatoxine Bl und B2 ergeben mit Echtblausalz B violette Verbindungen mit einer Nachweisgrenze von 0,03 mg Aflatoxin, die Aflatoxine Gl und G2 gelb-braune Verbindungen mit der Nachweisgrenze von 0,09 mg Aflatoxin.

Eventuell in Analysen enthaltene Störsubstanzen färben sich, falls sie kupplungsfähig sind, andersfarbig ein. Bei der Analyse von Käseextrakten treten gelbe, rote, grüne, braune und andere Farbtöne auf. Manche störende Substanzen reagieren mit Echtblausalz B im sauren und neutralen Bereich. Aflatoxine dagegen geben nur im Alkalischen die volle Farbtiefe.

Da die Kieselgelschicht selbst bei vorsichtiger Trocknung nach einiger Zeit dunkelt, wird das Chromatogramm nach optimaler Aflatoxinfleck-Entwicklung mit N HCI angesäuert. Dadurch bleibt derweißgelbe Plattenhintergrund erhalten. Vergl. hierzu:

Aflatoxin-M-Nachweis in Milch (Kieselgel-Follen)12

Stabilisierung wäßriger Aflatoxin-Lösungen (Kiesälgel-Folien)13

UV-Bestrahlungvon Aflatoxinen (Kieselgel-Follen)14

Quantitative Aflatoxin-Bestimmung in Lebensmitteln (Kieseigel-Fertigplatten und -Follen)15

Analysenverfahren zur Bestimmung der Aflatoxine Bl, B2, Gl und G2 in Lebensmitteln (Kieselgel-Fertigschichten)16